login | Banner | Mediabox

Technik

Der Planetariumsprojektor Zeiss Universarium IX
Im Zentrum des klassischen Planetariums ist seit dem Jahr 2000 der modernste Sternenprojektor der Welt im Einsatz, der Zeiss Universarium IX: Strahlende Sterne, so atemberaubend wie in der Natur. Mit einer Grenzgröße von 6,55 mag werden genauso viele Sterne abgebildet wie sie das menschliche Auge unter besten Beobachtungsbedingungen und im freien Weltraum sehen kann. Hohe Helligkeit und kleine Abbildungsdurchmessern sorgen für die unübertroffene Brillanz des Sternhimmels. Jeder Stern erhält sein rein weißes Licht über eine einzelne Lichtleitfaser. Milchstraße, Sternhaufen, Nebel und Galaxien werden mit hohem Detailreichtum abgebildet.

Fulldome Projetktion: powerdome®VELVET
Seit Mai 2010 ist das Planetarium auch mit einem der modernsten Ganzkuppelprojektion-Systeme der Welt ausgestattet. Acht VELVET Projektoren von der Firma Zeiss sorgen für ein riesiges, digitales und bewegtes Bild.
Die VELVET Projektoren basieren auf der DLP®-Technologie von Texas Instruments. Sie sind die einzigen DLP-Projektoren auf dem Markt mit einem Kontrast von 2.500.000 : 1, die auch absolutes Schwarz erzielen, wo Schwarz im Bild ist. Mit VELVET kann die Videoprojektion erstmals den optischen Sternhimmel überlagern, ohne dessen Brillanz zu stören. Auf diese Art erscheinen astronomische Objekte wie Gasnebel und Galaxien, als wären sie in den samtschwarzen Tiefen des Alls eingebettet.
Das VELVET-System erzeugt hochaufgelöste Ganzkuppelbilder mit 4k-Auflösung. Dieses System wird mit powerdome betrieben. Powerdome steuert das digitale Planetarium und die optische Sternhimmelprojektion vollkommen synchron.

Gebäudebeschreibung
Das äußere Erscheinungsbild des Zeiss Planetariums ist von einem 15 Meter hohen kuppelförmigen Zentralbau geprägt. Die Konstruktion der Kuppel als eine auf drei Punkten gelagerte Stahlbetonschale hat einen Durchmesser von 40 Metern und trägt sich selbst. Daher erfordert sie keine weiteren Stützvorrichtungen. Die besondere Statik ist auch an der Schalendicke, die im Scheitel nur 8 Zentimeter, aber an den Fußstücken 40 Zentimeter beträgt, erkennbar. Das Dach ist mit V2A-Edelstahlmaterial Nirosta verkleidet, das die Kuppel durch radial verlaufende Streifen strukturiert. Das Material ist für seine besondere Widerstandsfähigkeit bekannt. Durch die Lagerung auf drei Punkten entstehen zwischen den Fußstücken drei Fensterbögen, die mit Kristallspiegelglas ausgestattet sind. Sie bieten dem schlauchförmigen Umgang, der die innen gelagerte Projektionskuppel umgibt, Beleuchtung durch Tageslicht. Im Westen grenzt ein kubischer Bau an die Kuppel an. Hier finden auf zwei Etagen Verwaltungsräume Platz, im unteren Geschoss zudem die Toiletten. Dieser Gebäudeteil ist im oberen Geschoss durch einen Gang, in dem sich das Foyer befindet, mit dem Kuppelbau verbunden. Der über Treppen erreichbare Eingang in den Komplex weist zum Stadtgarten und nicht wie erwartet zur Straße, etwas, das das Konzept der Umbauung des Stadtgartens betont. Sowohl die verglaste Eingangssituation als auch die Durchfensterung allgemein verdeutlichen ein Aufheben der räumlichen Barrieren. Dadurch wird zwischen dem Inneren des Gebäudes und der Bevölkerung und Natur außerhalb vermittelt.

Die Planetariumskuppel
Im überwölbten Teil des Gebäudes erhebt sich mittig eine mit Kunststoff beschichtete Aluminium-Kuppel, die im Durchmesser 20 Meter aufweist und den eigentlichen Vorführraum darstellt. Diesen Raum umgibt der Umgang, in dem wechselnde Ausstellungen stattfinden. Auch Technikräume und der Verkaufs-Shop haben hier ihren Platz. Im Vorführraum finden auf etwa 600 Quadratmetern Projektionsfläche täglich mehrere Veranstaltungen statt, denen 260 Zuschauer beiwohnen können.