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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel Januar - April 2016

Sternkarte
15. Januar 3:00 MEZ
15. Februar 1:00 MEZ
15. März 23:00 MEZ
15. April 22:00 MESZ

Die langen Winternächte im Januar und Februar laden zur Himmelbeobachtung ein – allerdings ist warme Kleidung zu empfehlen. Im März werden die Tage dann wieder merklich länger. Am 20. März sind Tag und Nacht gleich lang: Der Frühling beginnt.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen klettert von Januar bis April
am Abend im Osten immer höher. Im April steht er schon beinahe im Zenit.

Der abendliche Himmel in den Wintermonaten schmückt sich in Richtung Süden
mit einer ganzen Reihe heller Sterne, die mit nur wenig Übung leicht zu
finden sind. Ein großes Sechseck aus hellen Sternen fällt besonders auf. Dies
ist kein Sternbild – dafür ist es am Himmel viel zu groß. Vielmehr gehört jeder der Sterne dieses Wintersechsecks zu einem eigenen, bekannten Sternbild. Am höchsten am Himmel steht Kapella im Fuhrmann. Aldebaran, südwestlich davon, bildet das rötliche Auge des Stiers. Die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, finden sich im Rücken des Stiers. Südöstlich des Stiers glänzt eines der einprägsamsten Sternbilder am ganzen Himmel: der Orion. Zum Wintersechseck gehört das rechte Bein dieses Himmelsjägers, der Stern Rigel. Ebenso auffällig ist Beteigeuze, der linke Schulterstern, der rötlich leuchtet. Der südlichste Stern im Wintersechseck ist Sirius im Großen Hund. Dieser Stern ist zugleich der hellste am gesamten Himmel. Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen komplettieren das Wintersechseck. An einem Aprilabend ist das Wintersechseck schon weit in den Westen gerückt.

Im Osten und Süden machen sich besonders im März und April die Sternbilder des Frühlings bemerkbar. Am leichtesten kann man den Löwen finden, dessen Körper und Kopf sich aus zwei Sternen-Vierecken zusammensetzen. Aber auch die Jungfrau mit dem hellen Stern Spica und der rötliche Arktur im Bärenhüter gehören zu den himmlischen Frühlingsboten.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Am besten zu sehen ist der Riesenplanet Jupiter im Sternbild Löwe. Am 8. März steht er von der Erde aus betrachtet der Sonne genau gegenüber - er erreicht seine "Oppositionsstellung" und ist die gesamte Nacht sichtbar. Auch in den Monaten danach ist er ein sehr auffälliges Objekt am Abendhimmel.

Der rötliche Mars ist am besten in der zweiten Nachthälfte beobachtbar, verlängert aber seine Sichtbarkeitszeiten erheblich, ab April auch in Zeit vor Mitternacht. Allerdings steht der äußere Erdnachbar recht südlich. Er wandert durch die Sternbilder Waage und Skorpion. Seine Oppositionsstellung erreicht er zwar erst Ende Mai, aber in den Monaten davor legt er beträchtlich an Helligkeit zu und wird zu einem auffälligen Objekt am Himmel.

Der ferne Ringplanet Saturn wandert ganz langsam durch den Schlangenträger. Noch ist er vor allem in der zweiten Nachthälfte beobachtbar.

Die innere Erdnachbarin Venus ist noch bis etwa Mitte März als "Morgenstern" sichtbar. Dabei wandert sie durch die Sternbilder Skorpion, Schlangenträger, Schütze und Steinbock.

Mitte April zeigt sich der innerste und schnellste aller Planeten, der Merkur, am Abendhimmel im Sternbild Widder. Dieser Planet ist der Sonne immer so nah, dass er nur in der Dämmerung zu sehen ist. Etwa vom 8. bis 18. April sind die Bedingungen etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang vergleichsweise günstig. Bis zum 9. Mai hat sich der Merkur schon wieder zwischen Erde und Sonne geschoben - dann kommt es zu einem seltenen Merkurtransit!