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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel September - Dezember 2014

Im September bis Dezember werden die Nächte
immer länger – es bleibt mehr Zeit zur Beobachtung
des Sternenhimmels. Allerdings wird es auch kühler…

15. September 3:00 MESZ
15. Oktober 1:00 MESZ
15. November 22:00 MEZ
15. Dezember 20:00 MEZ

Im Westen sind am Abend die Sternbilder des Sommers noch am Himmel zu sehen. Insbesondere das Sommerdreieick ist auch im Herbst noch leicht zu finden. Es besteht aus drei hellen Sternen, die zu drei verschiedenen Sternbildern gehören. Deneb markiert den Schwanz des Schwans, der mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Milchstraße fliegt. Vega gehört zum kleinen, aber leicht erkennbaren Sternbild Leier, und Atair ist der Hauptstern des Adlers.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen, steht recht tief im Norden. Der Wagen, der Teil des größeren Sternbilds Große Bärin ist, bildet einen Himmelswegweiser. Verlängert man den Abstand der äußeren Sterne des Wagenkastens etwa fünfmal, gelangt man zum Polarstern, der Deichselspitze des Kleinen Wagens (oder Schwanzspitze des Kleinen Bären). Direkt darunter liegt die Nordrichtung.

Im Süden stehen die Sternbilder des Herbsthimmels. Am auffälligsten ist der Pegasus, in der Sage ein fliegendes Pferd, am Himmel aber ein fast perfektes Quadrat aus gleich hellen Sternen. Daran schließt sich die Sternenkette der Andromeda und der Perseus an. Das Himmels-W der Kassiopeia steht beinahe im Zenit.

Mit dem Fortschreiten der Nacht steigen im Osten die Sternbilder empor, die den Winter ankündigen. Besonders leicht ist der Himmelsjäger Orion mit seinen markanten Gürtelsternen zu finden. Aber auch der Stier mit dem roten Augenstern Aldebaran und dem Sternhaufen der Plejaden – auch als Siebengestirn bekannt – fallen auf.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Auf unserer Sternkarte, die den herbstlichen Himmelanblick nach Mitternacht und den abendlichen (Früh-)Winterhimmel zeigt, machen sich die Planeten rar. Nur ganz tief im Westen ist der Mars zu sehen. Der äußere Nachbarplanet der Erde wandert durch die südlichen Sternbilder Skorpion, Schlangenträger und Schütze und erreicht im Dezember den Steinbock. Als nicht allzu heller orange-roter Punkt ist er nach Einbruch der Dunkelheit im Südwesten zu sehen.

Der Ringplanet Saturn, der im Sommersternbild Waage steht, verabschiedet sich dagegen schon im Oktober vom Abendhimmel.

Den etwas größeren Bruder des Saturn, den Riesenplaneten Jupiter, findet man im Herbst zunächst am Morgenhimmel. Er wandert durch die Sternbilder Krebs und Löwe. Im Dezember geht der Jupiter dagegen bereits vor 22:00 Uhr auf.