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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel September - Dezember 2017

15. September 3:00 MESZ
15. Oktober 1:00 MESZ
15. November 22:00 MEZ
15. Dezember 20:00 MEZ

(Keine Planeten im Bereich der Karte!)


Im September bis Dezember werden die Nächte immer länger – es bleibt mehr Zeit zur Beobachtung des Sternenhimmels. Allerdings wird es auch kühler…

Im Westen sind am Abend die Sternbilder des Sommers noch am Himmel zu sehen. Insbesondere das Sommerdreieick ist auch im Herbst noch leicht zu finden. Es besteht aus drei hellen Sternen, die zu drei verschiedenen Sternbildern gehören. Deneb markiert den Schwanz des Schwans, der mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Milchstraße fliegt. Vega gehört zum kleinen, aber leicht erkennbaren Sternbild Leier, und Atair ist der Hauptstern des Adlers.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen, steht recht tief im Norden. Der Wagen, der Teil des größeren Sternbilds Große Bärin ist, bildet einen Himmelswegweiser. Verlängert man den Abstand der äußeren Sterne des Wagenkastens etwa fünfmal, gelangt man zum Polarstern, der Deichselspitze des Kleinen Wagens (oder Schwanzspitze des Kleinen Bären). Direkt darunter liegt die Nordrichtung.

Im Süden stehen die Sternbilder des Herbsthimmels. Am auffälligsten ist der Pegasus, in der Sage ein fliegendes Pferd, am Himmel aber ein fast perfektes Quadrat aus gleich hellen Sternen. Daran schließt sich die Sternenkette der Andromeda und der Perseus an. Das Himmels-W der Kassiopeia steht beinahe im Zenit.

Mit dem Fortschreiten der Nacht steigen im Osten die Sternbilder empor, die den Winter ankündigen. Besonders leicht ist der Himmelsjäger Orion mit seinen markanten Gürtelsternen zu finden. Aber auch der Stier mit dem roten Augenstern Aldebaran und dem Sternhaufen der Plejaden – auch als Siebengestirn bekannt – fällt auf. Etwas später steigt auch der hellste Stern des gesamten Himmels, der Sirius im Großen Hund, über den südöstlichen Horizont.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Auf unserer Sternkarte, die den herbstlichen Himmelsanblick nach Mitternacht und den abendlichen (Früh-)Winterhimmel darstellt, machen sich die Planeten rar.

Am Abendhimmel sieht man aber im September und Oktober zwei Planeten: Den Jupiter und den Saturn. Der Jupiter, tief im Westen in der Jungfrau, ist nur bis Anfang Oktober sichtbar. Am 26. Oktober steht der Riesenplanet in „Konjunktion“, also mit der Sonne zusammen am Taghimmel. Schon Ende November taucht er auf der anderen Seite der Sonne wieder auf: Dann steht er im Sternbild Waage und ist vor Dämmerungsbeginn am Morgenhimmel sichtbar.

Der Ringplanet Saturn, der im "13. Tierkreissternbild" Schlangenträger steht, verabschiedet sich etwa Mitte November vom Abendhimmel. Bis dahin ist er direkt nach Ende der Dämmerung tief im Südwesten sichtbar.

Der hellste Planet am Morgenhimmel ist bis in November hinein die Venus. Sie wandert durch die Sternbilder Löwe und Jungfrau und erreicht im November die Waage. Dort ist auch der Jupiter zu finden. Die beiden hellen Planeten kommen sich sehr nah: Am 13. November trennen sie nur 17‘. Das ist lediglich etwa Hälfte eines Vollmonddurchmessers! Allerdings geht die Sonne nur wenig mehr als eine Stunde nach den beiden Planeten auf, so dass Venus und Jupiter in der Morgendämmerung nur wenige Grad über dem Horizont stehen und schwer zu beobachten sind.

Die Planetenversammlung am Morgenhimmel wird vom rötlichen Mars komplettiert. Etwa ab Oktober kann er vor Sonnenaufgang gefunden werden. Am 5. Oktober begegnet auch er der Venus: Nur 13‘ trennen die beiden Planeten. Da die Sonne mehr als zwei Stunden nach den Planeten aufgeht, sollte dieses Treffen beobachtbar sein. Der Mars hat allerdings nur die Helligkeit eines hellen Sterns und fällt neben der strahlenden Venus kaum auf. Im November und Dezember wandert der Mars durch die Jungfrau und die Waage und nähert sich dabei am Himmel dem Jupiter. Er wird ganz langsam besser sichtbar und auch heller, aber eine „große Show“ wird der Mars erst im Sommer 2018 bieten, wenn er der Erde besonders nah kommt.