Revolution im Kosmos

Mi, 23.05.2018 / 19:30 Uhr

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Von Teilchenphysik und Relativitätstheorie zu den großen philosophischen Fragen
Prof. Dr. Heinrich Paes, Technische Universität Dortmund

Während es vor nicht einmal 200 Jahren noch weiße Flecken auf der Landkarte gab, ermöglichen uns die Allgemeine Relativitätstheorie und die Teilchenphysik heute eine konsistente Beschreibung des gesamten erfahrbaren Kosmos. Das beobachtbare Universum hat (heute) einen Durchmesser von 78 Milliarden Lichtjahren mit Billionen Galaxien, von denen allein unsere Milchstraße 100 Milliarden Sterne enthält. Wir überblicken eine Zeitspanne von 14 Milliarden Jahren.

Dieser beeindruckende Erfolg zeigt aber auch, was wir alles noch nicht wissen: Die sichtbaren Sterne stellen nur einen Bruchteil aller normalen Materie im Universum dar. Zusätzlich existiert fünfmal so viel Masse in Form von „Dunkler Materie“ - vermutlich unbekannte Elementarteilchen - und schließlich noch dreimal so viel „Dunkle Energie“, der rätselhafte Treibstoff, der die beschleunigte Expansion des Universums bewirkt.

Der Vortrag gibt einen Überblick über die Struktur, Beschaffenheit und Entwicklung des Kosmos sowie unseren Wissenstand über den Anbeginn der Zeit. Geendet wird mit einem Ausblick aus der Perspektive der Physik auf die großen philosophischen Fragen „Was ist Zeit?, „Was ist Realität?“, „Was ist Bewusstsein?“ und – passend zum gerade vergangenen Lutherjahr – „Könnte es ein mit der Wissenschaft dauerhaft zu vereinbarendes Konzept von Gott geben?“

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