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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel September - Dezember 2016

Sternkarte
15. September 3:00 MESZ
15. Oktober 1:00 MESZ
15. November 22:00 MEZ
15. Dezember 20:00 MEZ

Im September bis Dezember werden die Nächte immer länger – es bleibt mehr Zeit zur Beobachtung des Sternenhimmels. Allerdings wird es auch kühler…

Im Westen sind am Abend die Sternbilder des Sommers noch am Himmel zu sehen. Insbesondere das Sommerdreieick ist auch im Herbst noch leicht zu finden. Es besteht aus drei hellen Sternen, die zu drei verschiedenen Sternbildern gehören. Deneb markiert den Schwanz des Schwans, der mit weit ausgebreiteten Flügeln durch die Milchstraße fliegt. Vega gehört zum kleinen, aber leicht erkennbaren Sternbild Leier, und Atair ist der Hauptstern des Adlers.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen, steht recht tief im Norden. Der Wagen, der Teil des größeren Sternbilds Große Bärin ist, bildet einen Himmelswegweiser. Verlängert man den Abstand der äußeren Sterne des Wagenkastens etwa fünfmal, gelangt man zum Polarstern, der Deichselspitze des Kleinen Wagens (oder Schwanzspitze des Kleinen Bären). Direkt darunter liegt die Nordrichtung.

Im Süden stehen die Sternbilder des Herbsthimmels. Am auffälligsten ist der Pegasus, in der Sage ein fliegendes Pferd, am Himmel aber ein fast perfektes Quadrat aus gleich hellen Sternen. Daran schließt sich die Sternenkette der Andromeda und der Perseus an. Das Himmels-W der Kassiopeia steht beinahe im Zenit.

Mit dem Fortschreiten der Nacht steigen im Osten die Sternbilder empor, die den Winter ankündigen. Besonders leicht ist der Himmelsjäger Orion mit seinen markanten Gürtelsternen zu finden. Aber auch der Stier mit dem roten Augenstern Aldebaran und dem Sternhaufen der Plejaden – auch als Siebengestirn bekannt – fallen auf.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Auf unserer Sternkarte, die den herbstlichen Himmelsanblick nach Mitternacht und den abendlichen (Früh-)Winterhimmel darstellt, machen sich die Planeten rar. Mars und Venus tauchen erst im Dezember im Westen den hier gezeigten Sternbildern auf.

Am Abendhimmel sieht man aber im Herbst drei Planeten: Saturn, Mars und Venus. Der Ringplanet Saturn, der im "13. Tierkreissternbild" Schlangenträger steht, verabschiedet sich schon Ende Oktober vom Nachthimmel. Bis dahin ist er direkt nach Ende der Dämmerung tief im Südwesten sichtbar.

Der erkennbar rötliche Mars, äußerer Nachbarplanet der Erde, wandert durch die Sternbilder Schütze und Steinbock. Mitte Dezember wechselt er in den Wassermann. Er ist bis Jahresende im Westen sichtbar, auch wenn seine Helligkeit deutlich zurück geht. Die viel schnellere Venus, innere Nachbarin der Erde, läuft als zunehmend auffälliger "Abendstern" durch Jungfrau, Waage, Skorpion, Schlangenträger und Schütze, und erreicht schließlich im Dezember ebenfalls den Steinbock. Bis Jahresende hat sie den viel schwächeren Mars beinahe eingeholt.

Der Riesenplanet Jupiter dagegen ist ab Ende Oktober am Morgenhimmel in der Jungfrau zu sehen. Zu Weihnachten geht er bereits vor 2:00 Uhr auf und (gegebenenfalls nach dem Mond) das hellste Himmelsobjekt, das zu dieser Zeit zu sehen ist.