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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel Januar 2015 - Anfang Mai 2015

Sternkarte
15. Januar 3:00 MEZ
15. Februar 1:00 MEZ
15. März 23:00 MEZ
15. April 22:00 MESZ

Die langen Winternächte im Januar und Februar laden zur Himmelbeobachtung ein - allerdings ist warme Kleidung zu empfehlen. Im März werden die Tage dann wieder merklich länger. Am 20. März sind Tag und Nacht gleich lang: Der Frühling beginnt.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen klettert von Januar bis April am Abend im Osten immer höher. Im April steht er schon beinahe im Zenit.

Der abendliche Himmel in den Wintermonaten schmückt sich in Richtung Süden mit einer ganzen Reihe heller Sterne, die mit nur wenig Übung leicht zu finden sind. Ein großes Sechseck aus hellen Sternen fällt besonders auf. Dies ist kein eigenes Sternbild – dafür ist es am Himmel viel zu groß. Vielmehr gehört jeder der Sterne dieses Wintersechsecks zu einem eigenen, bekannten Sternbild. Am höchsten am Himmel steht Kapella im Fuhrmann. Aldebaran, südwestlich davon, bildet das rötliche Auge des Stiers. Die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, finden sich im Rücken des Stiers. Südöstlich des Stiers glänzt eines der einpräg-samsten Sternbilder am ganzen Himmel: der Orion. Zum Wintersechseck gehört das rechte Bein dieses Himmelsjägers, der Stern Rigel. Ebenso auffällig ist Beteigeuze, der linke Schulterstern, der rötlich leuchtet. Der südlichste Stern im Wintersechseck ist Sirius im Großen Hund. Dieser Stern ist zugleich der hellste am gesamten Himmel. Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen komplettieren das Wintersechseck. An einem Aprilabend ist das Wintersechseck schon weit in den Westen gerückt.

Im Osten und Süden machen sich besonders im März und April die Sternbilder des Frühlings bemerkbar. Am leichtesten kann man den Löwen finden, dessen Körper und Kopf sich aus zwei Sternen-Vierecken zusammensetzen. Aber auch die Jungfrau mit dem hellen Stern Spica und der rötliche Arktur im Bärenhüter gehören zu den himmlischen Frühlingsboten.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen.

Am längsten zu sehen ist der Riesenplanet Jupiter im Grenzbereich der Sternbilder Krebs und Löwe. Am 6. Februar steht er von der Erde aus betrachtet der Sonne genau gegenüber - er erreicht seine "Oppositionsstellung" und ist die gesamte Nacht zu sehen. Auch in den Monaten danach ist er ein sehr auffälliges Objekt am Abendhimmel.

Die innere Erdnachbarin Venus ist in den ersten Monaten des Jahres Abend"stern". Dabei nimmt ihre Sichtbarkeitsdauer und Auffälligkeit am Himmel von Monat zu. Monat zu. Da sie innerhalb der Erdbahn um die Sonne läuft, bewegt sie schnell vor den Sternen. In vier Monaten durchwandert sie die Sternbilder Steinbock, Wassermann, Fische, Widder und Stier. Unsere Karte zeigt sie im April als Glanzpunkt am Abendhimmel im Stier.

Ende April und Anfang Mai zeigt sich der innerste und schnellste aller Planeten, der Merkur, am Abendhimmel, ebenfalls im Sternbild Stier. Dieser Planet ist der Sonne immer so nah, dass er nur in der Dämmerung sichtbar ist. In den letzten April- und den ersten Maitagen sind die Bedingungen etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang aber vergleichsweise günstig.

Der Mars, der äußere Nachbarplanet der Erde, ist ab etwa Mitte März nur noch schwer zu finden. Zuvor ist er am frühen Abend noch als nicht allzu heller rötlicher Punkt in den Sternbildern Wassermann und später Fische sichtbar.

Der ferne Ringplanet Saturn, der ganz langsam von der Waage in das noch südlicher gelegene Sternbild Skorpion wandert, ist dagegen von Januar bis März erst nach Mitternacht zu sehen. Erst im April wird er langsam zum Planeten der ganzen Nacht.