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Der aktuelle Sternenhimmel

Der aktuelle Sternenhimmel Januar - April 2014

Die Sternkarte zeigt die Himmelsansicht vom:

15. Januar 3:00 MEZ
15. Februar 1:00 MEZ
15. März 23:00 MEZ
15. April 22:00 MESZ

Die langen Winternächte im Januar und Februar laden zur Himmelsbeobachtung ein – allerdings ist warme Kleidung zu empfehlen. Im März werden die Tage dann wieder merklich länger. Am 20. März sind Tag und Nacht gleich lang: Der Frühling beginnt.

Das bekannteste aller Sternbilder, der Große Wagen, klettert von Januar bis April am Abend im Osten immer höher. Im April steht er schon beinahe im Zenit.

Der abendliche Himmel in den Wintermonaten schmückt sich in Richtung Süden mit einer ganzen Reihe heller Sterne, die mit nur wenig Übung leicht zu finden sind. Ein großes Sechseck aus hellen Sternen fällt besonders auf. Dies ist kein eigenes Sternbild – dafür ist es am Himmel viel zu groß. Vielmehr gehört jeder der Sterne dieses Wintersechsecks zu einem eigenen, bekannten Sternbild. Am höchsten am Himmel steht Kapella im Fuhrmann. Aldebaran, südwestlich davon, bildet das rötliche Auge des Stiers. Die Plejaden, auch Siebengestirn genannt, finden sich im Rücken des Stiers. Südöstlich des Stiers glänzt eines der einprägsamsten Sternbilder am ganzen Himmel: der Orion. Zum Wintersechseck gehört das rechte Bein dieses Himmelsjägers, der Stern Rigel. Ebenso auffällig ist Beteigeuze, der linke Schulterstern, der rötlich leuchtet. Der südlichste Stern im Wintersechseck ist Sirius im Großen Hund. Dieser Stern ist zugleich der hellste am gesamten Himmel. Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen komplettieren das Wintersechseck. An einem Aprilabend ist das
Wintersechseck schon weit in den Westen gerückt.

Im Osten und Süden machen sich besonders im März und April die Sternbilder des Frühlings bemerkbar. Am leichtesten kann man den Löwen finden, dessen Körper und Kopf sich aus zwei Sternen-Vierecken zusammensetzen. Aber auch die Jungfrau mit dem hellen Stern Spica und der rötliche Arktur im Bärenhüter gehören zu den himmlischen Frühlingsboten.

Die Planeten ziehen vor den Sternbildern ihre Bahnen. Sie sind immer wieder an anderen Orten zu sehen. Anfang 2014 kann man eine ganze Reihe von Planeten am Himmel sehen.

Der Riesenplanet Jupiter im Sternbild Zwillinge ist besonders gut zu beobachten. Am 5. Januar steht er von der Erde aus betrachtet der Sonne genau gegenüber - er erreicht seine „Opposition“ zur Sonne und ist die gesamte Nacht zu sehen. Auch in den Monaten danach ist er das auffälligste Objekt am Abendhimmel.

Der Mars, der äußere Nachbarplanet der Erde, erreicht seine Opposition im Frühlingssternbild Jungfrau am 8. April. In den Monaten davor ist er in der zweiten Nachthälfte besser zu sehen als in der Zeit vor Mitternacht, wird aber mehr und mehr zum Planeten der gesamten Nacht. Durch seine rötliche Farbe ist er leicht zu identifizieren.

Der hellste aller Planeten ist die Venus. Ab Mitte Januar kann man sie als Morgen“stern“ bewundern. Da sie innerhalb der Erdbahn um die Sonne läuft, bewegt sie sich schnell vor den Sternen. In vier Monaten durchwandert sie die Sternbilder Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische.

Der Ringplanet Saturn ist dagegen von allen mit dem bloßen Auge sichtbaren Planeten am weitesten von uns entfernt und bewegt sich daher nur ganz langsam durch das eher unauffällige Sternbild Waage. Im Januar und Februar ist er nach Mitternacht zu sehen. Im April und Mai wird der Saturn aber zum Planeten der ganzen Nacht, der bei Sonnenuntergang im Osten aufgeht und erst im Westen verschwindet, wenn es wieder hell wird.